13.07.2020

Jaky´s Informationen & News

Tja, so ist es wenn man Einwanderern zu viel Freiheiten gestattet.
76 Prozent der Einwanderer aus muslimischen Ländern und der Menschen mit einem entsprechenden Migrationshintergrund in Dänemark halten ein Verbot der Islam-Kritik im Land für angemessen. Dies ergab eine Studie des dänischen Justizministeriums mit dem Titel „Redefreiheit in Dänemark“. Aber lediglich 18 Prozent der Bevölkerung im Allgemeinen vertreten eine solche Meinung. Die über 800 Seiten lange Studie wurde 2017 vom ehemaligen Justizminister Søren Pape Poulsen in Auftrag gegeben und dauerte drei Jahre.

Laut Rune Stubager, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Aarhus und Mitglied der Kommission für freie Meinungsäußerung, zeigt die Forschung einen klaren Trend in Bezug auf die Meinungsfreiheit:

„Bei Einwanderern und ihren Nachkommen aus vier Ländern wird die Meinungsfreiheit deutlich weniger unterstützt“, sagte er gegenüber der Zeitung „Berlingske“.

Die vier Länder sind die Türkei, Libanon, Pakistan und Somali. Interessanterweise entsprachen die Ansichten von Einwanderern aus Sri Lanka und Vietnam ungefähr denen der dänischen Bevölkerung im Allgemeinen.

„Wir wissen nicht, warum Menschen aus genau diesen vier muslimischen Ländern eine restriktivere Haltung einnehmen, aber der Vergleich mit Sri Lanka und Vietnam zeigt, dass der Grund dafür nicht einfach die Tatsache der Einwanderung ist”, sagte Stubager.

Stubager unterstrich, dass einige ethnische Dänen ebenfalls der Meinung sind, dass Kritik am Islam illegal sein sollte, da der Anteil der Einwanderer allein unter 18 Prozent liegen würde.

Die Ergebnisse der Umfrage beunruhigten und verärgerten den dänischen Einwanderungs- und Integrationsminister Mattias Tesfaye. „Es gibt Menschen, die nach Dänemark gekommen sind, um Teil unseres Wohlstands und unserer Sicherheit zu werden, aber die nicht erkennen, dass dies auf einigen Freiheiten wie der Meinungsfreiheit beruht“, sagte Tesfaye gegenüber der Zeitung „Jyllands-Posten“.

Kritik an Machtstrukturen sei eine Voraussetzung dafür, dass Dänemark eine gut funktionierende Gesellschaft sei. „Wir dürfen Politiker, Religionen und Herrscher aller Art kritisieren. Niemand ist frei von Kritik. Den Ländern, wo man das nicht darf, geht es schlecht“, fügte Tesfaye hinzu.

Im Laufe der Jahre sei ihm immer deutlicher geworden, dass die Integration von Menschen in eine fremde Kultur schwieriger sei, als man vorher gedacht hatte. Tesfaye betonte, dass es Dänemarks Mission sei, Einwanderer davon zu überzeugen, ihre früheren Überzeugungen zu revidieren und die Werte Dänemarks und des Westens zu akzeptieren.

„Wir müssen diesen Kampf gewinnen“, sagte Tesfaye. Einwanderer, die die dänischen Werte nicht respektieren, sollten Dänemark lieber verlassen, meint er.

Nach der Masseneinwanderung der letzten Jahrzehnte ist die Zahl der Einwanderer in Dänemark auf über 800.000 gestiegen, was fast 14 Prozent der dänischen Bevölkerung entspricht. In den letzten Jahren wurden zunehmend Fragen zu Integration, Teilhabe am Arbeitsmarkt und kulturellen Unterschieden aufgeworfen.

Quelle

Dänemark , Europa , Islam

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